Implantologie

Implantologie

Implantate: eine sinnvolle Alternative

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder einer Titanlegierung, die in den Knochen eingesetzt wird und die fehlende Zahnwurzel ersetzen soll.

Implantataufbau
Auf das Implantat wird ein Implantataufbau aufgesetzt, der dann als Träger für eine Krone, eine Brücke oder als Halteelement für die Verankerung einer Teil- oder Vollprothese dient.

Implantataufbau
Die klassische Indikation für ein Implantat besteht in der Versorgung einer Einzelzahnlücke bei gesunden, angrenzenden Nachbarzähnen. Dies kann der Fall sein, wenn ein Zahn durch einen Unfall oder durch eine Wurzelfraktur verloren ging.

Einzelzahnversorgung
Der große Vorteil der Implantatversorgung besteht nun darin, dass keine gesunden Nachbarzähne beschliffen werden müssen und somit eine Brücke vermieden werden kann.

Fehlen mehrere Zähne hintereinander in einem Kiefer, können durch das Setzen von zwei oder mehreren Implantaten und der darauf folgenden Versorgung mit mehreren Einzelkronen oder einer implantatgetragenen Brücke eine herausnehmbare Teilprothese vermieden werden.

Seitenzahnbereich

Im zahnlosen Kiefer kann mithilfe von Implantaten eine Prothese, die durch Rückbildung des Kieferknochens keinen Halt mehr hat, wieder fest verankert werden. Dies kann durch Kugelknöpfe, Teleskope oder einen Steg erreicht werden. Im einfachsten Fall genügen dafür zwei Implantate. Mit vier Implantaten kann eine deutliche Verbesserung der Lagestabilität erreicht werden; diese stellen eine optimale Basis für einen abnehmbaren, implantatretinierten Zahnersatz dar. Ist es möglich sech bis acht Implantate in einem zahnlosen Kiefer zu verankern, kann darauf sogar ein festsitzender Brückenzahnersatz hergestellt werden, der in punkto Komfort, Ästhetik und Funktion den eigenen Zähnen oftmals in nichts nachsteht. Die wichtigste Voraussetzung für eine Implantation stellt das Vorhandensein eines ausreichenden Knochenangebots dar.

Stegversorgung
Bei schon lange zurückliegendem Zahnverlust oder dem längeren Tragen einer Prothese hat sich der Knochen in der Regel schon deutlich zurückgebildet. Daher ist es oftmals nötig, den verlorengegangenen Knochen wieder aufzubauen. Bei kleineren Knochendefekten kann dies zeitgleich mit der Implantation erfolgen. Bei großen Knochendefekten muss zuerst in einer gesonderten Sitzung der Knochen wiederaufgebaut werden. In einer zweiten Sitzung wird dann die Implantation durchgeführt. Zum Aufbau des Knochens kommen sowohl Eigenknochen des Patienten als auch Knocheneratzmaterialien zum Einsatz. Welche Art des Aufbaus nötig wird kann schon vorab in der Planungsphase durch ein digitales Volumentomogramm abgeklärt werden.